Nass auf der Hunte, kalt nach Baltrum


Vom 8. bis 10. April wagten wir Thomas, Debbie und Daniel uns erneut nach Oldenburg zum Oldenburger Yacht Klub. Hier wollten wir an einem RST (Regionales Sicherheitstraining) und einer kurzen Fahrt nach Baltrum teilnehmen. Immer wieder erstaunlich wie kalt das Wasser doch sein kann.

Am Freitag gab es für uns erst einmal eine kurze Demonstration von dem, was wir an diesem Wochenende zu lernen hatten. Dafür warfen sich Christian und Edgar ins kühle Nass. Danach verbrachten wir den Abend im gemütlichen Bootshaus bei der Planung des nächsten Tages und bei einer „Ökologieschulung Wattenmeer“. Unter dem Motto „Wat(t) is im Meer?“ erklärte uns Christian sehr anschaulich den Lebensraum Wattenmeer und sensibilisierte uns für die dortige Lebenswelt. Bei einem Glas Wein oder einem Bier ließen wir den Abend ausklingen.

Samstag wartete dann eine Menge Arbeit auf uns. In zwei Gruppen zu je acht Leuten und zwei Ausbildern verbrachten wir den Tag auf der Hunte. Wir lernten Schlepptechnicken, Anladen am Strand, einsteigen mit Auslegertechnick, den Bombdrop, Rettungs- und Lenzübungen, Ankanten (im Gegensatz zum anlehnen) und vieles mehr. Dabei verflog die Zeit wie im Fluge und so kamen wir erschöpft aber glücklich um 18 Uhr zurück zum Bootshaus. Daniel feuerte den Grill an und legte ein paar mitgebrachte Würstchen auf. Ein paar mitgebrachte Salate ergaben ein leckeres Abendmahl.

Sonntag, 04:00 Uhr, der Wecker klingelt.

Um die Tiede auszunutzen mussten wir früh raus und möglichst um 07:00 Uhr auf dem Wasser sein. Erst auf der Fahrt wurde klar, Daniel hatte sich mit einem Magen/Darm Virus infiziert und fiel aus. Er und Debbie fuhren noch zusammen mit den anderen nach Accumersiel, dort verabschiedeten sie sich aber und so zog Thomas als einziger Beerster hinaus auf weite Meer. Es stellte sich heraus das nicht nur das Wasser der Hunte kalt gewesen war, auch die Nordsee hielt kühlen Wind für die tapferen Seekajakfahrer bereit. So war an eine Pause auf Baltrum nur kurz zu denken. Die meisten verbrachten diese auch im „strom shelter”, eine Art Zeltplane die durch den Wind in Form gehalten wird. Auch Thomas kehrte gegen Nachmittag ans Bootshaus in Beers zurück und gemeinsam wurden Boote ausgeladen und über das erlebte geschnackt.

Achja, fast vergessen. Es handelte sich um einen EPP2 Kurs (Europäischer Paddelpass) den alle drei mit Bravur bestanden haben. Der Teilnahme am EPP3 im Sommer steht also nichts mehr im Wege.